Gion A. Caminada - Switzerland
Casa Norbert Pelican
Vrin Dado 22A
1995



Like most homes of Gion A. Caminada, the Casa Norbert Pelican is realized as a block construction. This block construction with walls of stacked solid wooden beams is particularly common in the Alpine region and has a long tradition there. Nevertheless, block construction has been used less and less frequently in recent years. The construction is considered uneconomical due to the high wood consumption. Size limitations due to inherent dimensions and severe deformations due to shrinkage are generally considered to be disadvantages of this construction method. Gion A. Caminada has proven with his buildings that the restrictions are not decisive for residential buildings, and that economically viable buildings can be realized. It has proven to be a great advantage that the local resources can be used for these buildings. Through his patient examination of this construction method, he succeeded in further developing the characteristic construction method with the strict logic through various innovations.
The Norbert Pelican house is one of the lesser-known designs by Gion A. Caminada. The simple, almost inconspicuous house with gable roof is located in the district Vrin Dado. Down the valley, the building opens to the unspoiled landscape. On the back of the building is a small auxiliary building. Between the two constructions is a courtyard, which is somewhat shielded from the road. A concrete basement forms the pedestal for the massive timber construction in the sloping terrain. Some of the irregularly arranged windows can be closed with sliding shutters.


Wie die meisten Wohnhäuser von Gion A. Caminada ist auch die Casa Norbert Pelican als Strickbau konstruiert. Diese Blockbauweise mit Wänden aus aufeinander geschichteten massiven Holzbalken ist insbesondere im Alpenraum verbreitet und hat dort eine lange Tradition. Dennoch wurde die Strickbauweise in den vergangenen Jahren immer seltener angewendet. Die Bauweise gilt als unwirtschaftlich aufgrund des hohen Holzverbrauchs. Grössenbeschränkungen aufgrund der naturgegebenen Dimensionen und die starken Verformungen durch das Schwinden werden im Allgemeinen als Nachteile dieser Konstruktion betrachtet. Gion A. Caminada hat mit seinen Bauten nachgewiesen, dass die Einschränkungen für Wohnbauten nicht massgebend sind, und dass sich ökonomisch vertretbare Bauten realisieren lassen. Als grosser Vorteil hat sich dabei erwiesen, dass für diese Bauten die örtlichen Resourcen genutzt werden können. Durch seiner geduldige Auseinandersetzung mit dieser Bauweise ist es ihm gelungen, die charakteristische Bauweise mit der strengen Logik durch verschiedene Neuerungen weiter zu entwickeln.
Das Haus Norbert Pelican gehört zu den weniger bekannten Entwürfen von Gion A. Caminada. Das einfache, geradezu unscheinbare Haus mit Giebeldach befindet sich im Ortsteil Vrin Dado. Talwärts öffnet sich das Gebäude zur unverbauten Landschaft. Auf der Rückseite ist dem Gebäude ein kleiner Nebenbau vorgelagert. Dadurch entsteht ein Hof, welcher von der Strasse etwas abgeschirmt ist. Ein betoniertes Untergeschoss bildet im abfallenden Gelände den Sockel für den Holzbau. Die unregelmässig angeordneten Fenster lassen sich teilweise mit Schiebeläden verschliessen.